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Holzpellets

Holzpellets werden aus Resthölzern gewonnen wie z. B. Sägemehl, anderen Holzabfällen aus der Holzindustrie und Sägewerken, aber auch als Waldholz und Hackschnitzeln. Hier in Deutschland und Österreich sind Holzpellets für Pelletkessel nach DIN-Normen bzw. Ö-Norm genormt. Holzpellets minderer Qualität werden als Industrie-Pellets in größeren Anlagen eingesetzt, auch als Beifeuerung (Cofiring) in Kohlekraftwerken. Im Unterschied zu Holzpellets werden andere Pellets als Energieträger kaum eingesetzt wie z. B.

  • Torf-Pellets
    • weil Torf kein regenerativer Energieträger ist
  • Strohpellets
    • weil Stroh in der Feuerung schwierig und emissionsreich ist
  • Restwert-Pellets aus Abfällen
    • weil nicht regenerativ, oft nicht zugelassen.

Für die Herstellung von Holzpellets wird zunächst Rohmaterial zerkleinert und durch eine Matrize gepresst. Dadurch wird das Material gleichmäßig und stark verdichtet. Holzpellets werden immer trocken hergestellt, unter Umständen werden für eine bessere Konsistenz Bindemittel (Mais, Stärke) beigesetzt. Holzpellets sind in Deutschland in drei verschiedenen Kategorien auf dem Markt

  • als Premium-Pellets für höchste Ansprüche, zertifiziert nach DIN-Norm bzw. DINplus-Norm, zumeist im Durchmesser 6 mm
  • als nicht-normgerechte Pellets, dann oft mit höherem Ascheanteil, höheren Feinanteilen und nicht zu empfehlen für Haushaltsfeuerungen
  • Industriepellets für größere Anlagen, hergestellt nach den speziellen Vorgaben des Transportes oder der Anlage, ebenfalls nicht oder selten geeignet für Hausfeuerung oder kleinere Anlagen.

Holzpellets werden verkauft in Säcken (zumeist sind es 15 kg) manchmal auch in so genannten big bags (Tuch-Container bis 1000 kg), zumeist als lose Ware, eingeblasen aus Silo-Fahrzeugen oder LKW. Holzpellets haben einen Energieinhalt von ca. 5 kWh/kg, das entspricht etwa er Hälfte von Heizöl. Holzpellets durchlaufen bei der Herstellung in so genannten Pelletwerken oder Naturholz-Zentren folgende Fertigungsstufen

  • die Aufbereitung/Zerkleinerung des Rohstoffen
  • die Trocknung, bis auf eine Restfeuchte von unter 10%
  • die eigentliche Pelletherstellung in Pelletpressen
  • die Abkühlung/Absiebung und Zwischenlagerung im Pelletwerk.

Solche Pelletwerke/Naturholz-Zentren sind zumeist recht groß (20.000 t/a bis über 100.000 t/a) um einen kontinuierlichen und effizienten Prozess gewährleisten zu können. Wichtigstes Merkmal bei der Herstellung von Holzpellets sind die ökologischen Eckwerte. Eine optimale Anlage kann mit sehr geringem Energieaufwand (unter 3%) und ohne jeden Einsatz von fossiler Energie höchst effizient und umweltfreundlich hergestellt werden.

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